Protestantische Kirchengemeinde Thaleischweiler-Fröschen und Höhfröschen
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Aktuelles

Mitteilungen der Protestantischen Kirchengemeinde Thaleischweiler

Liebe Leserinnen und Leser,

„Guten Morgen liebe Sorgen, seid ihr auch schon alle da?“

Passend zum Thema des heutigen Sonntages – Sorge um das leibliche Wohl, Angst um die Zukunft – habe ich heute Morgen auf der Autofahrt zum ersten Gottesdienst zufällig den Kommentar zu einer Studie eines bekannten Versicherungsunternehmens gehört. Auf den ersten Plätzen sind nicht gesundheitliche Themen gelandet – so wie ich vermutet hätte – sondern rein wirtschaftliche Faktoren.

Ängste, Sorgen und Nöte gehören zu unserem Leben, auch wenn jeder von uns sich wahrscheinlich über unterschiedliche Dinge grämt. Doch statt zu verzweifeln und sich dadurch um den Schlaf zu bringen oder Schuldige für das eigene Unglück zu suchen, können wir auch anders damit umgehen.

„Alle eure Sorgen werft auf ihn; denn er sorgt für euch!“

Schaut genau hin! Was macht euch Sorgen, was sind eure Sorgen? Ist es euch eure Lebenszeit wert, euch damit herumzuplagen?

„Alle eure Sorgen werft auf ihn; denn er sorgt für euch!“

Tut die Dinge, die in eurer Macht stehen und habt den Mut, die Dinge, die ihr nicht ändern könnt, aus eurer Hand zu geben, „loszulassen“.

Aber vor allen Dingen: Alles was wir tun oder lassen muss dem Guten dienen. Das heißt nicht dem nicht greifbaren Guten, dem „größeren Wohl“ (denn das haben wir nicht in der Hand und das steht auch nicht in unserer Macht!) sondern dem Guten, das zwischen dem Nächsten und mir entstehen kann. Denn dann wird uns wie von Zauberhand die ein oder andere Last von den Schultern genommen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen gesegneten Sonntag, einen guten Start in die kommende Woche und viel Vergnügen beim Stöbern in dieser Ausgabe der KirchenNews!

Ihre Pfarrerin Hannah Wirth

Gottesdienst-Termine


Wir laden herzlich ein zu unseren Gottesdiensten

am Sonntag, den 19. September 2021 (16. Sonntag nach Trinitatis)

09:00 Uhr

Gottesdienst in Höhfröschen

10:00 Uhr

Gottesdienst mit Taufe in Thaleischweiler-Fröschen

Sonstige Termine


am Montag, den 13. September 2021

19:00 Uhr

Presbyteriumssitzung im Gemeinderaum in Thaleischweiler-Fröschen

am Freitag, den 1. Oktober 2021

16:00 Uhr

Kindergottesdienst in der Kirche in Höhfröschen

am Samstag, den 2. Oktober 2021


Familiengottesdienst zu Erntedank (Infos folgen)

am Sonntag, den 10. Oktober 2021


Jubelkonfirmation (Silber und Gold 2020 und 2021)
(Infos folgen)

am Dienstag, den 12. Oktober 2021

15:30 Uhr

Treffen des Perspektivausschusses
bei Pfarrerin Wirth in Thaleischweiler-Fröschen

am Sonntag, den 17. Oktober 2021


Jubelkonfirmation (übrige Jubiläen 2020 und 2021)
(Infos folgen)

Pinnwand

  • ☼ WIR

suchen eine/n oder zwei neue Kirchendiener/innen, die sich um die Pflege der Grünanlagen rund um die Kirchen kümmern möchten, gerne auch nur in einem Ort. Wenn Sie Interesse haben oder jemanden kennen, wenden Sie sich bitte an die Presbyterinnen und Presbyter oder direkt an das Pfarramt.

  • ☼ WIR

haben ein Kindergottesdienstteam gebildet und freuen uns über jeden, der dazu stoßen möchte! Der nächste KiGo findet statt am 1. Oktober 2021 (siehe Termine).

  • ☼ WIR

kommen Sie besuchen! Wollen Sie selbst im Besuchsdienstkreis aktiv werden, sprechen Sie uns gerne an.

Predigt zum heutigen Sonntag

Liebe Leserinnen und Leser,

also so manches Mal hätte ich wirklich gerne Mäuschen gespielt, wenn sich Jesus mit seinen Jüngern unterhielt.

Ich stelle mir gerne vor, dass Jesus einen knochentrockenen Humor hatte – und auf die ein oder andere Frage seiner Kumpane eine nicht nur treffende, sondern vor allem auch witzige Antwort parat hatte.

Gerade dann, wenn ihm die Gedankengänge seiner Jünger besonders wunderlich, wenn nicht sogar absurd, vorgekommen sein mussten. So z.B. die Bitte der Apostel: Herr, stärke uns den Glauben.

Diese Bitte äußern sie, nachdem sie schon eine ganze Weile mit Jesus unterwegs sind. Der vollbringt dabei ja nicht nur Wunder und predigt darüber, wie toll das Reich Gottes doch ist und wie fantastisch es sein wird, wenn es erstmal da ist.

Vor allem predigt Jesus nämlich auch davon, dass das Reich Gottes demjenigen, der nach ihm trachtet, durchaus auch etwas abverlangt. „Teilhabe verpflichtet“, so könnte man sagen.

Ja, und nachdem Jesus also klargestellt hat, was es mit der Nachfolge und dem Glauben an das Reich Gottes so auf sich hat, da werden die Jünger gemerkt haben: „Oh, also das war mir so nicht klar.“

Dazu gehört z.B.: Sich selbst nicht an erste Stelle setzen; alles was man liebt und besitzt zurücklassen; anderen etwas gönnen, das sie der eigenen Meinung nach gar nicht verdient haben; Risiken eingehen; nicht der Macht des Geldes anheimfallen; sich selbst an die moralischen Gebote halten, die man anderen auferlegt, gleichzeitig aber über deren Verfehlungen hinwegsehen und bereit sein ihnen immer wieder zu vergeben.

Na, schwirrt Ihnen schon der Kopf? Wir hören heute ja schon fast darüber hinweg, uns schockieren die Forderungen, die Jesus da aufstellt, schon gar nicht mehr. Zu oft haben wir sie schon gehört und zu oft schon erlebt, dass man das durchaus gut finden kann, sich im Alltag aber nicht unbedingt daran halten muss…

Nun gut, den Jüngern dürfte jedenfalls der Mund offen gestanden haben. Das sagt ja nicht irgendein daher gelaufener Gelehrter, sondern das sagt Jesus. Und sie merken. „Oh, das war mir nicht so klar, dass ich da auch was dazu beitragen muss.“ Und wenn sie wirklich ehrlich zu sich waren, haben sie sich selbst gegenüber vielleicht sogar eingestanden: „ich weiß nicht, ob ich dazu bereit bin.“

Also bitten sie Jesus darum, dass er ihnen dabei hilft. „Stärke uns den Glauben! Mach, dass wir die Kraft und Motivation haben das alles auch zu tun! Wir wollen ja die und an das Reich Gottes glauben, aber das ist schon harter Toback, so ohne deine Unterstützung können wir da wohl nicht viel machen.“

So – und jetzt stelle ich mir vor, dass es Jesus ging wie mir so oft in der Grundschule, wenn ich 10 Minuten in aller Ausführlichkeit und höchst geduldig erklärt habe, was die Schülerinnen und Schüler als nächstes zu tun haben und auf meine Frage „Gibt’s noch Fragen?“ jeder den Kopf schüttelt und dann, gerade als ich sage, „na dann los“ die ersten Finger hochgehen: „Äh, was sollen wir jetzt machen?“

Tief Luft holen. Vielleicht mit einem leisen Lachen ein wenig den Kopf schütteln.

„Jesus, Herr, stärke uns den Glauben!“ ich stelle mir vor wie Jesus halb belustigt, halb genervt, aber vor allem nachsichtig auf diese Bitte antwortet: „Wenn ihr Glauben hättet, nur so groß wie ein Senfkorn, würdet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Reiß dich aus samt Wurzeln und verpflanze dich ins Meer! Und er würde gehorsam sein.“

Jesus schüttelt den Kopf darüber, dass seine Jünger jeden Tag die Macht und die Kraft des Glaubens sehen und erleben. Der es schafft unser Denken, Fühlen und Handeln total auf den Kopf zu stellen.

Es wird den Jüngern nichts helfen, mehr Glauben zu haben, solange sie ihn nicht begreifen.

Dazu fällt mir eine kleine Geschichte ein, die den Jüngern vielleicht dabei geholfen hätte zu verstehen, was Jesus mit seiner Antwort gemeint haben könnte:

Ein Mann geht im Wald spazieren. Nach einer Weile sieht er einen Holzfäller, der intensiv und sehr angestrengt einen Baumstamm zersägt. Er stöhnt und schwitzt und hat offensichtlich viel Mühe mit seiner Arbeit.
Der Spaziergänger tritt etwas näher heran, und erkennt schnell die Ursache und sagt zum Holzfäller: “Guten Tag. Ich sehe, dass Sie sich Ihre Arbeit unnötig schwermachen. Ihre Säge ist stumpf - warum schärfen Sie sie nicht?"
Der Holzfäller schaute nicht einmal hoch, sondern zischte nur durch die Zähne: “Ich habe keine Zeit, die Säge zu schärfen. Ich muss sägen!"

Liebe Leserinnen und Leser, während wohl auch wir kopfschüttelnd neben dem Holzfäller mit der stumpfen Säge stehen würden, ist die Sache mit dem Glauben nicht so einfach zu durchschauen.

Aber allein die Vorstellung, dass unser Glaube Bäume verpflanzen und Berge versetzen kann, macht mir Mut am Reich Gottes mitzubauen. Denn Teilhabe verpflichtet zwar, aber sie macht uns auch tüchtig – und hilft uns mit einer guten Portion Humor dabei, so manchen Maulbeerbaum zum Umzug zu bewegen. Amen.

Das Fundstück der Woche ...

... war heute Teil einer Predigt, die ich gehört habe. Es regt uns dazu an, in aller Besorgtheit nicht aus den Augen zu verlieren, was für ein Mensch wir in diesem Leben sein wollen ...



„[…] wir klagen uns an, dass wir nicht mutiger bekannt, nicht treuer gebetet, nicht fröhlicher geglaubt und nicht brennender geliebt haben.“

Aus dem Stuttgarter Schuldbekenntnis

Kontakt

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Für Thaleischweiler-Fröschen:
Margrit Müller
Fröschener Straße 58
66987 Thaleischweiler–Fröschen
Telefon: 06334 -1492

Für Höhfröschen:
Carola Schneider
Hauptstr. 25
66989 Höhfröschen
Telefon: 06334-983606
E-Mail: schneider-joe-ca@t-online.de



Protestantisches Pfarramt Thaleischweiler
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Hauptstraße 61
66987 Thaleischweiler-Fröschen
Telefon: 0 63 34 – 12 48
Fax; 0 63 34 - 98 30 07
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