Aktuelles

Mitteilungen der Protestantischen Kirchengemeinde Thaleischweiler

Liebe Leserinnen und Leser,

heute ist der 8. Sonntag nach Trinitatis und der hat zum Thema, wie wir auf Gottes Handeln in unserem Leben antworten. Das Bild vom Licht hilft uns, dem ein wenig auf die Spur zu kommen.

„Ihr seid das Licht der Welt!“ Das sagt Jesus seinen Jüngern auf den Kopf zu und könnte damit meinen: Ihr, die ihr an mich glaubt, ihr tragt die Liebe Gottes, die durch mich in diese Welt gekommen, in euch – und wenn ihr diese Liebe in eurem Leben weitergebt, dann lasst ihr in dieser Welt ein Licht aufleuchten, anstatt über die Dunkelheit zu schimpfen (frei nach Konfuzius).

„Ihr seid das Licht der Welt!“ – das sagt uns Jesus, das Licht des Lebens. In diesem Licht ist selbst die Finsternis nicht finster und es lässt die Nacht leuchten wie den Tag (aus Psalm 139).

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen gesegneten Sonntag, einen guten Start in die kommende Woche und viel Vergnügen beim Stöbern in dieser Ausgabe der KirchenNews!

Ihre Pfarrerin Hannah Wirth

Gottesdienst-Termine


Bitte beachten Sie die neuen Gottesdienstzeiten.
Wir laden herzlich ein zu unseren Gottesdiensten

am Sonntag, den 1. August 2021 (9. Sonntag nach Trinitatis)

09:00 Uhr

Gottesdienst in Höhfröschen

10:00 Uhr

Gottesdienst in Thaleischweiler-Fröschen

Sonstige Termine


am Dienstag, den 3. August 2021

15:30 Uhr

Treffen des Perspektivausschusses
bei Ehrenpresbyterin Inge Füger in Thaleischweiler-Fröschen

am Samstag, den 7. August 2021

18:00 Uhr

zentraler Gottesdienst unter freiem Himmel
vor der Kirche in Thaleischweiler-Fröschen
mit anschließendem „Sommersingen“

am Dienstag, den 10. August 2021

19:00 Uhr

Sitzung des Presbyteriums
in der Turnhalle der Kita

am Donnerstag, den 12. August 2021

15:30 Uhr

Planungstreffen Kindergottesdienst
im Nebenraum der Kirche in Höhfröschen (Infos unter „schun geheert…?“)

am Sonntag, den 22. August 2021


Konfirmation dreier Konfirmanden des Jahrgangs 2020 (Infos folgen)

am Sonntag, den 29. August 2021

14:00 Uhr

Ordination von Pfarrerin Wirth in Thaleischweiler-Fröschen (Infos folgen)

am Freitag, den 3. September 2021

16:00 Uhr

Kindergottesdienst in der Kirche in Höhfröschen

am Samstag, den 2. Oktober 2021


Familiengottesdienst zu Erntedank (Infos folgen)

am Sonntag, den 10. Oktober 2021


Jubelkonfirmation (Silber und Gold 2020 und 2021)
(Infos folgen)

am Sonntag, den 17. Oktober 2021


Jubelkonfirmation (übrige Jubiläen 2020 und 2021)
(Infos folgen)

Predigt zum heutigen Sonntag

1 Kor 6,12; 19-20

12 Ihr sagt: »Ich darf alles!« –Aber das heißt doch nicht,dass auch alles gut für euch ist.Ihr sagt: »Ich darf alles!« –Aber das bedeutet doch nicht,dass euch irgendetwas beherrschen soll. 19 Wisst ihr das etwa nicht:Euer Leib ist ein Tempel des Heiligen Geistes,der in euch wirkt.Gott hat ihn euch geschenkt!Nun gehört ihr nicht mehr euch selbst. 20 Gott hat euch zu einem hohen Preis freigekauft.Sorgt also dafür, dass euer Leib Gott Ehre erweist!
Was passiert wohl, wenn ich zu den Kindergartenkindern diesen Satz sage: „Dir ist alles erlaubt!“ Ohje, ich kann mir ausmalen wie die über Tische und Bänke gehen würden. In diesem Alter fallen ihnen noch genug Sachen ein, die man treiben und ausprobieren könnte, an denen wir als Erwachsene aber längst das Interesse verloren haben. Oder von denen uns unsere innere Stimme der Erziehung und Erfahrung laut und deutlich abrät oder sogar verbietet. Ja, aber für die Kinder mit diesem Freifahrtsschein käme diese Einsicht wohl zu spät: dass die ein oder andere Idee ziemlich dumm gewesen ist und ihnen – wenn schon nicht geschadet – sie zumindest nicht weitergebracht hat.

„Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten.“ Das weiß das Kind nach dem dritten Eimer Eis, wenn es sich unter Tränen den schmerzenden Bauch hält. Oder wenn es ganz alleine spielen muss, weil es den anderen Kindern das Spielzeug weggenommen und sie gehauen hat.

Das wissen wir Erwachsenen, wenn wir nach einem fettigen und reichhaltigen Essen inklusive reichlich Wein mit Sodbrennen im Bett liegen und morgens mit einem Kater aufwachen. Oder wenn wir zwar mit einem neuen flotten Auto durch die Gegend fahren, aber Überstunden machen müssen um es zu bezahlen und so weniger Zeit für unsere Familie haben.

Liebe Leser, Ihnen fällt mit Sicherheit ein Beispiel ein, bei dem Ihnen ganz klar ist: Das ist eine Sache, die besser verboten wäre, damit sie keinen Schaden anrichten kann. Da es dem Apostel Paulus hier ja vor allem um Dinge geht, die mit dem Körper zu tun haben, stellen Sie sich mal vor, es würde im Supermarkt keine Chips und Gummibärchen, keinen Alkohol und keinen Tabak mehr geben. Das wäre doch wesentlich besser für die Gesundheit – und für die Figur allemal – und würde manches Leid ersparen.

Aber liebe Leser, dass etwas verboten ist, heißt noch lange nicht, dass es auch „weg“ ist. (Diese Erfahrung habe ich nicht erst als Seelsorgerin im Gefängnis gemacht.) Wenn das Verlangen da und die Versuchung groß genug ist, dann findet der Mensch immer Mittel und Wege, sich das zu beschaffen was er will – und vermeintlich brauch.

Verbote bringen nichts. Ich habe ein Schild an meinem Koppelzaun angebracht: „Füttern verboten!“ Am Pfarrhaus sind vom Vormieter Schilder angebracht worden: „Das hier ist kein Hundeklo!“ Ole bekommt von der Erzieherin immer wieder gesagt: „Du darfst den Paul nicht hauen!“ Sie wissen, worauf ich hinauswill.

Ich finde es deswegen ziemlich weitsichtig von Paulus, dass er keine Verbote ausspricht. Stattdessen sagt er: „Alles ist dir erlaubt! Aber bedenke, dass nicht nur dir selbst nicht alles zum Guten gereicht, sondern dass auch nicht alles zum Guten in der Welt beiträgt. Alles ist dir erlaubt! Aber wisse, dass manche Dinge Macht über dich haben können.“ Das hat Paulus richtig erkannt. Ob das nun Drogen oder Schokolade sind, oder Gefühle wie Neid und Eifersucht, die mich packen und die ich geradezu körperlich spüren kann. Oder auch die schrecklichen Bilder und Katastrophenberichte im Fernsehen.*

Die große Frage ist doch: Will ich, dass diese Dinge Macht über mich haben? Lasse ich es zu, dass sie mich dazu verführen, Dinge zu tun, die mir selbst und meinem Nächsten schaden? Ist es mir egal, ob durch mich etwas Gutes in diese Welt gebracht wird? Bringen diese Dinge das Licht in mir zum Strahlen oder lassen sie es langsam verglimmen, so dass ich mich ohnmächtig und hilflos fühle?

Paulus spricht hier mit Sicherheit nicht als ein asketisch lebender, perfekter Mensch, der für jede Versuchung, der er begegnet, nur ein müdes Lächeln übrighat und der keinem seiner Mitmenschen jemals auf den Schlips treten würde.

Aber ich glaube, dass Paulus hier als ein Mensch spricht, der eine besondere Erfahrung gemacht hat: wenn er sich nicht ablenkt und zerstreut, wenn er sich nicht betäubt oder berauscht, wenn er sich um sich kümmert – dann kann er Gottes Geist in sich spüren. Und durch ihn kann er erkennen, was zum Guten dient. Ihm selbst und seinem Nächsten. Wie viel oder wenig er von bestimmten Dingen verträgt, wie viel oder wenig er von etwas brauch, damit sein Licht leuchten und er es weitergeben kann.

Wer diese Erfahrung gemacht hat, der muss sich auch nichts verbieten, sondern der kann frei entscheiden, bestimmte Dinge zu tun oder eben auch zu lassen. Von einem Kindergartenkind würde ich das jetzt nicht unbedingt erwarten, aber ich wünsche es einem jeden von uns, dass wir einmal so weit kommen.

Dass wir soweit kommen können, dessen ist sich Paulus sicher. Für ihn ist klar, unser leiblicher Körper ist uns genauso von Gott geschenkt wie der Atem, der durch ihn hindurchfließt und der uns leben lässt, und wir können seinen Geist jederzeit in uns spüren, wenn wir nur hinhören.

Und dann wird der Geist sein Werk in uns tun. Vielleicht beginnt er damit, uns folgendes erkennen zu lassen: Vielleicht kann ich nicht immer das lassen, was mir oder anderen schadet. Aber: ich kann jederzeit etwas Gutes für mich und meinen Nächsten tun. Und damit ein Licht in der Dunkelheit entzünden.

Amen.

• Unser vegetatives Nervensystem reagiert auf schreckliche Bilder im Fernsehen wie auf einen echten Säbelzahntiger, der plötzlich hinter unserer Couch hervorspringt. Zum Weiterlesen: https://www.welt.de/regionales/nrw/article227344153/Doomscrolling-Wie-schlechte-Nachrichten-fuer-uns-zum-Stressfaktor-werden.html
 

Fundstück der Woche

… ist ein wunderbares Gedicht, dass die Bilder des zerstörerischen Wassers nicht verleugnet oder klein redet, sondern ihnen mit Licht im Herzen begegnet…



Bitte

von Hilde Domin

Wir werden eingetaucht
und mit dem Wasser der Sintflut gewaschen,
wir werden durchnässt
bis auf die Herzhaut.

Der Wunsch nach der Landschaft
diesseits der Tränen
taugt nicht,
der Wunsch, den Blütenfrühling zu halten.
der Wunsch, verschont zu bleiben,
taugt nicht.

Es taugt die Bitte,
dass bei Sonnenaufgang die Taube,
den Zweig vom Ölberg bringe.
Dass die Frucht so bunt wie die Blüte sein,
dass noch die Blätter der Rose am Boden
eine leuchtende Krone bilden.

Und dass wir aus der Flut,
dass wir aus der Löwengrube
und dem feurigen Ofen
immer versehrter und immer heiler
stets von neuem
zu uns selbst
entlassen werden.

Aus: Der Baum blüht trotzdem, S. Fischer Verlag, Frankfurt 1999
Sollte dieses Bild nicht angezeigt                            werden, geben Sie bitte Bilder frei.

Kontakt

Ansprechpartnerinnen vor Ort:

Für Thaleischweiler-Fröschen:
Margrit Müller
Fröschener Straße 58
66987 Thaleischweiler–Fröschen
Telefon: 06334 -1492

Für Höhfröschen:
Carola Schneider
Hauptstr. 25
66989 Höhfröschen
Telefon: 06334-983606
E-Mail: schneider-joe-ca@t-online.de



Protestantisches Pfarramt Thaleischweiler
Pfarrerin Hannah Wirth
Hauptstraße 61
66987 Thaleischweiler-Fröschen
Telefon: 0 63 34 – 12 48
Fax; 0 63 34 - 98 30 07
E-Mail: pfarramt.thf@evkirchepfalz.de
Homepage kirchengemeinde-thaleischweiler.de
Unsere Gottesdienste finden Sie auch auf: https://gottesdienste.rheinpfalz.de/
Ihre Unterstützung freut uns!
Spendenkonto: 85 40 bei der Sparkasse Südwestpfalz, BLZ 542 500 10
IBAN: DE13542500100000008540, BIC: MALADE51SWP
(als Verwendungszweck bitte „Spende KG Thaleischweiler“ angeben! Vielen Dank!)


© 2014 Ev. Kirchengemeinde Thaleischweiler-Fröschen und Höhfröschen

template realized by Bernd Straßel - Digitale Medien